Zwischen Station, Intensiv & OP: Wie ich meinen Platz in der Pflege gefunden habe I 45

Shownotes

In dieser Folge spricht Dominik Stark über den Weg, den eigenen Platz in der
Pflege zu finden, und welche Hürden, Zweifel und Ängste einem dabei
begegnen können. Ziel der Folge ist es, die Vielfalt der Pflege sichtbar zu machen und einen
ehrlichen, persönlichen Einblick in Entscheidungsprozesse und
Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Berufs zu geben.

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00:00:00: Warum hab ich mich eigentlich für die Intensivstation entschieden?

00:00:03: Und das ist, glaub ich, eine sehr gute Frage.

00:00:06: Die ich mir tatsächlich auch selber vor einiger Zeit schon mal gestellt habe und mich gefragt habe warum wusste ich in der Ausbildung, dass ich auf die Intensive stationen will.

00:00:24: Eigentlich total verrückt.

00:00:27: Ich kann ehrlicherweise nicht die wirkliche Antwort dafür finden, weil es für mich in der Ausbildung schon klar war ich werde mal auf die Intensivstation gehen.

00:00:36: Und zu diesem Zeitpunkt was super lustig ist hatte ich noch nicht mal einen Einsatz auf der Intensifstation.

00:00:41: also ich wusste eigentlich gar nicht auf was ich mich so genau einlasse.

00:00:45: aber ich hatte immer das Gefühl... Da möchte ich hin.

00:00:48: Darüber möchte ich heute in der Folge mit euch sprechen, schön, dass ihr wieder dabei seid und ich möchte nicht nur über meinen Weg sprechen, sondern auch vielleicht mal so ein bisschen überlegen, welche Bereiche gibt es denn noch in der Pflege?

00:00:59: Also klar bei mir ist der Content immer sehr viel Intensivstationen- und Notaufnahme.

00:01:04: aber wir haben ja unzählige Handlungsfelder im Pflegeberuf und haben unterschiedliche Möglichkeiten uns zu entwickeln und für ganz andere Bereiche zu entscheiden.

00:01:15: springen wir aber noch mal zurück.

00:01:16: Als ich mich damals für die Ausbildung beworben hab, hatte ich ein sehr interessantes Bewerbungsgespräch und da hatte mich ... ja, die Frau, die damals das Bewerbung mit mir geführt hat, hatte mich gefragt, wo siehst du dich vielleicht auch schon nach der Ausbildung?

00:01:36: Und ich habe wirklich nicht lange überlegt, bevor ich meine Ausbildung angefangen habe gesagt Also ich sehe mich eher in so einem Funktionsbereich wie die Intensivstation.

00:01:46: Ich habe im Vorfeld ein Praktikum gemacht und kannte immer diese Tür der Intensifstation, die immer so, ich sag mal mystisch oder magisch verschlossen war bedeutete, wenn Patienten irgendwie von uns in den OP gegangen sind wusste ich oft kommen sie danach auf die Intensivstation.

00:02:02: oder wenn wir mal einen Patient oder eine Patiente von dort abgeholt haben dann öffnete sich diese Türmal.

00:02:08: aber man hat nie so wirklich dahinter blicken können und das hat mich immer sehr fasziniert.

00:02:13: Und für mich war klar Ich möchte irgendwie diesen Bereich arbeiten.

00:02:17: Das war halt super lustig, dass ich das schon in der Ausbildung so gesagt habe.

00:02:20: Ohne dass ich eigentlich zu dem Zeitpunkt wusste was es auch bedeutet auf die Intensivstation zu gehen.

00:02:25: Dazu komme ich aber gleich nochmal.

00:02:28: Was dann in der ausbildung war?

00:02:30: Ich hab in derausbildung dann Einsatz auch natürlich in den Funktionsbereichen gehabt und hatte einen Einsatz auf der Intensifstation und habe da direkt gemerkt... Krass, das ist hier ein ganz anderes Arbeiten.

00:02:42: Also natürlich immer mit Menschen und am Menschen.

00:02:44: Das ist ja völlig klar!

00:02:45: Und die Patientinnen und Patienten stehen immer im Vordergrund unserer Tätigkeiten.

00:02:50: aber auf der Intensivstation... braucht man sehr viel technisches Know-how.

00:02:54: Wir haben wirklich sehr viele Geräte, Monitor-, Beatmungsgerät, Spritzenpumpenperfusoren und Ernährungspumpen.

00:03:02: Teilweise dann natürlich Assist Devices wie eine ECMO oder Impeller.

00:03:06: also ihr merkt alleine schon von den Begrifflichkeiten das sind teilweise wirklich sehr spezifische Geräten Und die muss man natürlich alle auch irgendwie bedienen können ... erfordert, das muss man ehrlichweise sagen natürlich ein bisschen... ... technische Affinität.

00:03:19: weil nicht jeder hat sage ich jetzt mal so viel Lust mit so viel Technik zu arbeiten.

00:03:24: Das habe ich dann aber in Ausbildungseinsatz gemerkt und das lag mir total, weil ich auch also ja ich weiß nicht schwierig irgendwie da im Vergleich zu ziehen, aber ich hab schon immer irgendwie Elektronik, Technik, Computer auch irgendwie ganz cool gefunden und Ein bisschen kann man das ja vergleichen, ne?

00:03:39: Wenn man da so eine Affinität für hat, dann findet man vielleicht auch solche technischen Geräte ganz cool.

00:03:46: Also war für mich klar ... Cool!

00:03:48: So wie du es dir vorgestellt hast von der Ausbildung... Ja, so ziehst du's jetzt auch durch und dann hab ich direkt nach der Ausbildung tatsächlich auf der Intensivstation angefangen Und jetzt kommt ein bisschen dieser Knackpunkt.

00:03:58: Ich hatte schon mal die einen oder andere Folge, wo ich auch darüber geredet habe Aber so toll, wie ich es fand, so motiviert wie ich war.

00:04:05: Der Start auf der Intensivstation war wirklich anstrengend und herausfordernd.

00:04:11: Das Arbeiten ist was ganz anderes, also ... Wirklich!

00:04:16: Man muss super viel Kompetenzen aufbauen, man braucht sehr viel Fachwissen, man muss eine Resilienz entwickeln, weil auf die Intensifstation haben wir natürlich krasse Schicksalsschläge.

00:04:26: Also da ist das Thema oder die Themen sterben und tot sind sehr präsent.

00:04:32: Damit muss man erst mal umgehen können.

00:04:33: plus Leistungsdruck und Verantwortung.

00:04:36: Also, hier können Fehler ... also wirklich auch kleine Fehler Menschenleben kosten.

00:04:40: Und ich sag mal damit muss man als junger Mensch nach der Ausbildung erst mal klarkommen.

00:04:45: Völlig legitim in meinen Augen, dass man da vielleicht so ein bisschen überfordert ist.

00:04:49: Dass man da auch Zeit braucht, um anzukommen.

00:04:53: Für mich war es trotzdem der richtige Schritt.

00:04:56: Ich bereue es nicht diesen Schritt getan zu haben.

00:04:59: Es gab immer wieder Phasen, wo ich schon daran gezweifelt habe ... bin ich in Anführungszeichen gut genug für den Intensivbereich, kann ich das leisten?

00:05:08: Habe ich genug Wissen oder kann ich mir genau genug Wisseneignen.

00:05:13: Aber ja irgendwie hat man es durchgezogen.

00:05:16: Falls du jetzt gerade irgendwie in den Intensive-Bereich startest oder überlegst dort hinzugehen... Ich weiß nicht wie sieht's bei dir aus, hast du vielleicht auch solche Gedanken?

00:05:26: Nicht sag' ich mal nicht verwerflich dass man solche Gedanken hat!

00:05:31: Jetzt gehen wir aber ein bisschen von der Intensifstation weg.

00:05:33: Es gibt ja nicht nur die Intensivstation und die, ich sag mal, Intensifpflege ist auch nicht das heiligste Feld im Pflegeberuf.

00:05:41: Also alle Handlungsfelder haben ihre Berechtigung und haben halt unterschiedliche Aufgaben oder einen unterschiedlichen Fokus.

00:05:48: Was für Bereiche gibt es denn noch?

00:05:50: Ich sag mal so, in der Ausbildung damals, das war ja noch die Gesundheits- und Krankenpflege hatten wir auch schon die Einblicke in die unterschiedlichen Felder der Pflege.

00:05:59: Jetzt mit der generalistischen Pflegeausbildung ist es natürlich nochmal anders weil man nochmal mehr die Einblicke auch wirklich in andere Bereiche hat.

00:06:05: Und es gibt da noch einen spannenden Bereich ambulante Pflege.

00:06:10: Es ist auch für ... ich sag mal für Leute, die ein bisschen eigenverantwortlicher arbeiten.

00:06:15: Ein bisschen freier ... Also die wirklich sagen hey ich setz mich in mein Auto und fahr meine Tour und fahre meine Runde.

00:06:22: Hab da Patientinnen und Patienten, die ich über einen langen Zeitraum zu Hause, ihren eigenen Zuhause besuche.

00:06:31: Das kann wirklich super spannend sein weil... Ich hab damals gemerkt als ich da meinen Einsatz hatte oftmals und das vielleicht klingt das ein bisschen traurig aber oftmals ist man die einzige Person, die am Tag dort vorbeikommt.

00:06:45: Die mit diesen Menschen Gespräche führt, die sozusagen sich da auch mal kurz ... Ich weiß, die Zeit ist knapp, aber vielleicht mal kurz hinsetzt und man Kaffee trinkt oder einfach fragt, hey, wie geht's?

00:06:57: Wie sieht es aus?

00:06:58: Und das vielleicht neben all den pflegerisch-medizinischen Tätigkeiten, die verrichtet werden müssen.

00:07:05: Das macht die ambulante Pflege natürlich super spannend, weil man immer auf neue auf ein neues Umfeld vorbereiten muss.

00:07:13: Also man ist nicht wie im Krankenhaus, man kennt sein Setting, die Dinge, wo sind welche Materialien?

00:07:20: In der ambulanten Pflege ist es anders weil man isst bei den Menschen zu Hause und das ist ein ganz großer Unterschied und das eine große Grenzüberschreitung.

00:07:28: Also wer lässt schon, ich sag jetzt mal in Anführungszeichen freiwillig fremde Leute bei sich rein und lässt sich von diesen dann auch noch versorgen.

00:07:36: Das ist wirklich eine große Vertrauensbasis auch.

00:07:39: Ich kenne aber viele Leute die finden die ambulante Pflege mega halt aus diesen genannten Gründen.

00:07:44: es ist ein bisschen persönlicher Die Beziehung ist ja vielleicht auch ein bisschen anders Und das Arbeiten ist manchmal vielleicht auch etwas kreativer weil man natürlich nicht so viel Materialien hat wie im Krankenhaus.

00:07:55: also Da habt ihr auf jeden Fall noch eine hohe Zusammenarbeit mit den Angehörigen.

00:08:00: Das darf man auch nicht vergessen, weil die vielleicht ja auch noch im Lebensumfeld der Patientinnen und Patienten sind.

00:08:08: Also ein superspannender Bereich und kleiner Fun Fact ich hab in der Ausbildung ... Ich glaub im zweiten Ausbildungsjahr habe ich nebenbei in der ambulanten Pflege ein bisschen gearbeitet und hab da so ein bisschen Taschengeld verdient.

00:08:21: Fand ich mega cool aber es war halt nicht das Feld wo ich mich langfristig gesehen hab.

00:08:26: Dann etwas, was sehr nahe liegt.

00:08:29: Aber natürlich ein bisschen anders ist wäre dann die stationäre Langzeitversorgung also klassisch Pflegeheim Altenheim so wie man es ja dann im Sprachgebrauch kennt.

00:08:39: das ist natürlich nochmal ein ganz anderes Setting.

00:08:42: wir überlegen intensivstationen sehr technisch sehr akut.

00:08:46: also da geht's sag ich mal von jetzt auf gleich um leben um tot haben wir die ambulante Pflege, wo man die Menschen in eigenen häuslichen Umfeld versorgt.

00:08:55: Und jetzt gehen wir in einen Pflegeheim, wo Menschen, die vielleicht aufgrund von Erkrankungen oder vom hohen Pflegebedarf oder auch meistens natürlich aufgrund Von hohem Alter nicht mehr selber zu Hause leben können ja dann in einem heim wohnen.

00:09:10: und das ist natürlich sehr auch sehr sehr intim eine sehr private Versorgung, weil man die Menschen ganz anders kennenlernt.

00:09:19: Und was ich in der Ausbildung so toll fand ... In der Pflegeeinrichtung war, dass die Biografiarbeit hier sehr wichtig ist.

00:09:27: Die gehört essentiell in die pflegere Versorgungen mit rein.

00:09:31: Man schaut sich an, was sind das für Leute?

00:09:33: Wo kommen sie her?

00:09:34: Was haben die gerne gemacht?

00:09:35: Was machen die für Hobbys und Verhalten?

00:09:36: Wie beschäftigen die sich für Vorlieben Abneigungen?

00:09:43: tief in dieses Verständnis rein, was die Menschen dort auch ausmacht oder ausgemacht hat.

00:09:49: Und das versucht man irgendwie so in diesen pflegerischen Prozess dann auch einzubauen und das fand ich immer super spannend!

00:09:57: Auf der anderen Seite war es doch irgendwie schön zu sehen dass es auch Einrichtungen gibt wo... ältere Menschen dann auch untereinander noch Aktivitäten haben, wo sie sich vernetzen können.

00:10:06: Wo sie ... Ich sag jetzt mal in Köln zum Beispiel, wo Karneval gefeiert wird zusammen, wo dann Party ist und ne?

00:10:13: Also den wird da auch was ermöglicht.

00:10:15: Und das muss man aber auch wollen, weil es halt auch wieder nichts mit der Akutversorgung im Krankenhaus zu tun hat.

00:10:23: Das ist eine langfristige Betreuung viel Biografiearbeit natürlich ein hoher Pflegebedarf also die Menschen, können viele Dinge natürlich auch nicht mehr selber leisten, um während es auch vielleicht nicht mehr ja selber leisten können.

00:10:38: Das heißt man muss über einen langen Zeitraum die Menschen begleiten.

00:10:42: ich glaube und da könnt ihr mich vielleicht korrigieren die Leute in diesem Bereich arbeiten wenn man in einem Pflegeheim arbeitet und dazu den Bewohnerinnen und Bewohnern Natürlich auf professioneller Ebene eine Beziehung aufbaut, dann ist das eine ganz andere Beziehungen als ich im Krankenhaus zu den Patienten aufbauen kann.

00:11:00: Man lernt die Leute ja viel intensiver kennen.

00:11:02: man kennt die Biografie und Ich glaube dass das dann auch am Ende wenn sie verstärben Und das ist ja dann im Pflegeheim auch natürlich oft so Dass das auch nochmal eine ganz andre emotionale Belastung ist weil man die leute auch ganz anders kennt Und auch in einem ganz anderen Setting.

00:11:19: Ich glaube, das darf man nicht unterschätzen.

00:11:21: und zusätzlich ... Also ich hab wirklich sehr großen Respekt vor allen Kolleginnen und Kollegen, die in diesem Bereich arbeiten weil die Bedingungen in vielen Pflegeheimen sind wirklich brisant.

00:11:32: Es ist auch dort Personalmangel.

00:11:35: Die Finanzen werden immer wieder eingekürzt.

00:11:39: es ist ein herausforderndes Feld aber Ehrlicherweise bei einer Gesellschaft, die immer älter wird sind genau diese Bereiche essenziell und sie müssen zukunftsmäßig einfach viel mehr gestärkt werden.

00:11:50: Weil irgendwie betreffen Sie uns ja auch alle also wir alle können irgendwie mal einen Angehörigen haben der in ein Pflegeheim muss oder wir selber werden vielleicht wenn wir uns das dann am Ende des Tages leisten können Ja werden wir in ein pflegeheim einziehen Und dass ist schon etwas was man bedenken sollte.

00:12:08: deswegen also großen respekt auch an die Kolleginnen und Kollegen, die dort arbeiten.

00:12:13: So jetzt haben wir eigentlich so grob Krankenhausambulantpflege ... Und dann die Langzeitversorgung also in der stationären Altenpflege besprochen.

00:12:23: Jetzt gibt es aber im Krankenhaus ja natürlich ganz viele andere Bereiche und nicht nur die Intensivstationen.

00:12:28: Da möchte ich euch noch mal einen Einblick geben was es da alles gibt.

00:12:31: ganz viele Allgemeinstationen, die sich nach Fachdisziplin aufteilen.

00:12:36: Man kann in der inneren Medizin arbeiten, die vielleicht auf Hämatoankologie, also alles so Krebs und blutbildende Erkrankungen spezialisiert ist.

00:12:45: Wir haben die Kardiologie rund ums Herz, wir haben Neurologie, Neuschirurgie, Geriatrie, Nephrologie ... Es gibt im Allgemeinflegebereich unterschiedliche Disziplinen, Dann haben wir natürlich noch den Bereich der Kinderkrankenpflege.

00:13:05: Ich hab sehr viel von Erwachsenen gesprochen, aber wir müssen immer daran denken, dass es nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder gibt.

00:13:12: und im Krankenhaus haben wir viele Bereiche, die spezialisiert auf Frühchen, Säuglinge oder Kinder sind.

00:13:21: Da möchte ich noch mal sagen das ist auch etwas was man ... Man merkt das natürlich auch in der Ausbildung, ob man sich da wohlfühlt.

00:13:30: Ob das so ein bisschen das Feld ist?

00:13:32: Aber ich glaube ... Wenn ich mich täusche, könnt ihr mir vielleicht auch ein anderes Feedback geben.

00:13:39: Ich glaube, bevor man die Ausbildung startet, sehe ich mich eher im Bereich mit erwachsenen Menschen zusammenzuarbeiten oder in einem Bereich mit Kindern.

00:13:48: Ich glaub schon, dass das etwas ist, was man ... Ja, so ein bisschen vorher auch schon fühlt.

00:13:53: Wo man sich vielleicht denkt was Soziales Erziehungsmäßiges find ich ganz cool aber Pflege finde ich auch toll.

00:14:00: ach vielleicht dann eher Kinderkrankenpflege.

00:14:02: Ich glaube dass das so ein bischen daraus resultiert und dass man schon grundsätzlich sage ich mal ein Gefühl ja ein positives gefühl haben muss gegenüber Kindern.

00:14:13: Und das ist da nämlich super wichtig weil Kinder zu versorgen ist noch mal was ganz anderes als Erwachsene.

00:14:20: Also, Kinder reagieren anders?

00:14:22: Kinder brauchen vielleicht eine ganz andere Zuneigung oder Aufklärung und ... Man muss immer die Eltern noch mit einbeziehen.

00:14:30: Auch das ist ein sehr spannender Bereich, den ich auch wirklich sehr empfehlen kann.

00:14:34: und ehrlicherweise haben wir im Bereich der Kinderkrankenpflege, der Pediatrie haben wir auch Bedarf.

00:14:40: also da merken wir dass dann natürlich nicht allzu viele Leute sich für entscheiden was ich schade finde.

00:14:48: Ich will keine Debatte über die Generalistik führen.

00:14:51: Das ist ein großer Kritikpunkt, den ich auch anbringe und wo ich sage, dass es ausbauffähig ... Die Kinderkrankenpflege fällt in der generalistik runter?

00:14:59: Ja!

00:15:00: Aber das muss nachgebessert werden.

00:15:03: Und dann wird das auch in meinen Augen sicherlich besser.

00:15:06: Noch um das Abschließend zu machen, OP-Pflege gibt's noch auf wieder ganz spezifischer Bereich natürlich immer ... mit Menschen im Kontakt.

00:15:14: Aber ja, da ist es natürlich so ... dass die meisten Patientinnen und Patienten, die man sieht, dass sie schon schlafen, narkotisiert sind.

00:15:22: Und das alles ein bisschen eher technischer isst.

00:15:25: Trotzdem darf natürlich die Menschlichkeit nicht verloren gehen.

00:15:28: Ist auch ein toller Bereich wie man sagt diese Beziehungsgestaltung eng am Menschen sein, viele Gespräche führen und dieses Leid manchmal zu begleiten.

00:15:37: Das ist nicht so meins?

00:15:38: Dann ist das vielleicht ein cooles Feld.

00:15:40: Anesthesivpflege ist ja so ein bisschen Mix.

00:15:43: Man ist nicht technisch bei der OP mit dabei.

00:15:45: Man kümmert sich sozusagen, dass die Einleitung in die OP gut funktioniert und dass die Narkose aufrechterhaltung funktioniert.

00:15:53: Und die Ausleitung aus dem OP auch gut ist.

00:15:56: Man führt viele externe Transporte durch MRT-Fahrten bis im Aufwachraum.

00:16:03: Also es ist auch so ein Mischmarsch aus Intensivstationen, OP und auch noch mal so ein eigenes Feld für sich.

00:16:10: hat teilweise meistens auch bessere Arbeitszeiten, also ich kenne viele Eltern die in der Anästhesie arbeiten weil es da ein bisschen besser von den Zeiten ist.

00:16:20: Man fängt ja nicht um sechs Uhr an sondern vielleicht ein bisschen später und damit kann man das so ein bisschen ... besser sag' ich mal organisieren.

00:16:28: Es gibt da noch die ganz spezifischen Fach- und Funktionsbereiche wie Endoskopie, Gastroskopie etc.

00:16:34: Das ist eher so... Funktionales Arbeiten würde ich sagen also natürlich auch immer ganzheitlich und den Menschen im Fokus sehen.

00:16:40: aber da sind natürlich viele Tätigkeiten die immer wieder kommen.

00:16:43: Also eine Magenspiegelung, Darmspiegelungen wird dann natürlich routinemäßig jeden Tag gemacht Und da hat man ein bisschen Prozeduren die man sozusagen abruft.

00:16:52: Die Notaufnahme ist auch ein Bereich in dem ich seit einigen Jahren noch immer wieder arbeite.

00:16:57: Dazu mache ich noch mal eine eigene Folge, weil die Notaufnahme ist auch eine ganz eigene Welt für sich.

00:17:00: Das muss ich ehrlich sagen.

00:17:02: Es ist super spannend und hat wenig mit der Pflege auf der Allgemeinstation oder auf der Intensivstation zu tun.

00:17:09: Dort geht es natürlich sehr viel um Priorisieren, um akute Fälle und hohe Stressspitzen, die sehr hoch werden und dann vielleicht auch mal schnell abflachen können.

00:17:18: Und das ist wirklich ein sehr herausforderndes Arbeitsfeld Und ein Feld, das immer wieder unterschätzt wird.

00:17:24: Deswegen möchte ich das schlussendlich noch betonen.

00:17:26: die psychiatrische Pflege also alles was mit psychiatrischen Erkrankungen zu tun hat unglaublich wichtig auch eine Hohe Verantwortung, die man dort trägt.

00:17:37: Sehr viel Beziehungsgestaltung zu den Patientinnen und Patienten.

00:17:41: Sehr sehr viel Vertrauensbasis, die aufbauen muss aber auch eine Distanz, die einhalten und erlernen muss, die auch wirklich herausfordernd sein kann.

00:17:51: Ich hatte einen super guten Einsatz in der Ausbildung auf der Geschütztenpsychiatrie.

00:17:56: Gut ich muss sagen, die ersten zwei Wochen war ich ängstlich und konnte das nicht einschätzen.

00:18:00: Leute da wirklich schon stark erkrankt waren und teilweise, ich sag mal verrückt lustige Sachen gemacht haben aber auch sehr gefährliche Sachen.

00:18:10: Also bis zu Suizidversuchen vor meinem Auge sozusagen.

00:18:16: Man steht dann da und weiß vielleicht, wenn man unerfahren ist, was er machen soll ... ist halt super wichtig, dass man dann die Kompetenzen sich aneignet und Menschen in solchen Ausnahmesituationen begleitend unterstützen kann.

00:18:30: Und ich glaube, ich muss euch nicht sagen, dass die psychischen Erkrankungen bei uns in der Gesellschaft steigen und das fast jede zweite Person mittlerweile sage ich mal im Laufe ihres Lebens eine psychiatrische Diagnose erhält.

00:18:46: also das ist wirklich ein ... Bereich, der irgendwie immer so ausgeblendet wird.

00:18:50: Aber superrelevant ist und deshalb auch ein ganz spannendes Arbeitsfeld.

00:18:55: wenn man sagt hey dieses somatische Wundenversorgen

00:18:57: etc.,

00:18:58: das ist nicht so meins ich finde eher die Begleitung von psychiatrischen Erkrankungen cool.

00:19:03: dann ist es auch im Feld wo man sich sehr gut weiterentwickeln kann.

00:19:07: also ihr merkt ich habe jetzt super viel über die Bereiche gequatscht.

00:19:10: es reicht natürlich vorn hinten nicht man könnte zu jedem einzelnen Feld eine eigene Folge machen.

00:19:16: Aber was ich damit einfach nur sagen möchte ist, jeder von uns kann so seinen Weg finden.

00:19:21: Es gibt überall Felder wo man stärken und schwächen die man hat auch ausspielen kann, wo man merkt hey das liegt mir mehr oder da fühle ich mich sicherer.

00:19:29: Und es gibt für.

00:19:32: also für jeden von uns gibt's ein cooles Feld im Pflegeberuf und das finde ich macht er dem beruf auch so außergewöhnlich.

00:19:38: Also dass alles was ich gerade beschrieben habe kann man mit einer Ausbildung machen.

00:19:42: Das ist ja eigentlich mega.

00:19:44: Jetzt würde man denken, das sind ja irgendwie siebzehn verschiedene Ausbildungen?

00:19:47: Nein es ist eine Ausbildung und man kann sich dann weiterentwickeln über Fachweiterbildung Zusatzqualifikationen Und das finde ich mega.

00:19:55: deswegen mach hier immer so viel Werbung für den Pflegeberuf und kann auch nur sagen geht in den Pflegebruf ihr habt Perspektiven um Möglichkeiten die wirklich gigantisch sind.

00:20:03: also das ist wirklich ne große Empfehlung Alle Herausforderungen, die da kursieren.

00:20:08: Es ist einfach ein wunderschöner Beruf und hat wirklich sehr viele Möglichkeiten.

00:20:13: Und ja ... Geht euren Weg?

00:20:16: Ich hatte auch viele Ängste und Zweifel.

00:20:17: also nicht jede Entscheidung ist immer, ich sag mal fest, ne?

00:20:21: Nicht jede Entscheidung is' immer die richtige.

00:20:23: das ist auch so, das gehört dazu.

00:20:25: aber man reift, man lernt dazu und kann wirklich unterschiedliche Wege gehen.

00:20:32: Also habt keine Angst euch vielleicht umzustrukturieren.

00:20:35: bleibt nicht zehn Jahre in einem Bereich, obwohl ihr unglücklich seid.

00:20:38: Auch da kann ich euch ermutigen startet man, wechsel, hospitiert mal woanders holt euch frische Einblicke und auch dann kann die Arbeit auch wieder viel mehr Spaß machen wenn man einen anderen Bereich für sich entdeckt.

00:20:50: Ja, das ist ein grober Einblick.

00:20:52: Ich bin gespannt, schreib doch gerne mal für welchen Bereich ihr euch entschieden habt, wo ihr vielleicht gerade arbeitet oder wenn du grad in der Ausbildung seid, welcher Bereich euch besonders interessiert.

00:21:01: und ja, vielleicht kann ich dann auch noch einmal zu euren spezifischen Bereichen nochmal eine einzelne Folge machen.

00:21:07: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!

00:21:10: Ciao, ciao!

00:21:17: Dieser Podcast wird produziert von Moin Media im Auftrag des VRK, dem Versicherer im Raum der Kirchen.

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